Nachdem wir die New Horizont die uns sicher durch die Inselgruppe der Whitsundays gesegelt hat verlassen haben sind Jascha und ich mit zwei weiteren Klabautermaennern nach Sueden aufgebrochen und waren schon am naechsten Morgen in Hervey Bay, dem 'Gateway to Fraser Island'
Soenne und Mo, unsere neuen Weggefaehrten haben sich dort ein Zelt gekauft, da es in unserem Mitsubishi Pajero dann doch ein wenig eng wurde. Fuer insgesamt 200 $ haben wir uns die Parkgebuehren fuer drei Tage und vier Personen sowie die Faehrtickets gekauft und noch am selben Tag uebergesetzt.
Neben unserem betagten Japaner standen nagelneue Landrover und Landcruiser die zum grossen Teil vom feinsten ausgestattet waren.
Dann mal los.
Auf der Insel selbst war der Kompressor fuer den Reifenluftdruck kaputt und so sind wir mit hoellisch viel 40 PSI zum lake MacKenzie gefahren.
Grade die ersten Meter gingen ueber ziemlich hohe Sandhuegel, die mit Gummimatten stabilisiert wurden, aber es wurde noch besser. Es gibt einen Inselbus, der uns natuerlich genau jetzt auf den einspurigen Sandwegen entgegenkommen musste. Der Regel nach muessen kleinere Fahrzeuge den groesseren Platz machen, da sie wendiger sind. Gesagt getan, ab in eine Nothaltebucht und mit noch mehr Schwung wieder hinaus.
Nachdem wir den wunderschoenen Lake McKenzie besucht und gebadet hatten sind wir nach Eurong, quasi der groessten Stadt auf Fraser Island gefahren und natuerlich sofort auf den Strand.
Jascha zimmerte ordentlich aufs Gas und nach einer 180 Grad Wende um einen pinken Toyota Landcruiser (da sind bestimmt Maedchen drin!!!) zu verfolgen haben wir die erste bekanntschaft mit den sogenannten 'Washouts' gemacht. Jascha konnte noch runterbremsen, aber dennoch sind wir mit ziemlich in die Prilaehnlichen Flussmuendungen am Strand hineingerauscht.
Zur Feier des Tages haben wir den Wagen fast festgefahren und konnten nur mit der niedrigsten Uebersetzung, Allradantrieb und viel Schwung wieder ins rettende Eurong zurueck.
Dort dachten wir dann, das wir das Auto geschrottet haben, denn beim kurvenfahren blockierte immer das jeweils kurveninnere Hinterrad. So etwas wie "Sperrdifferenzial, muss so sein" kannten wir damals noch nicht.
Am naechsten Tag wurde es dann sportlich!
Nach weiteren Besuchen an mehreren Seen haben wir uns dazu entschieden den 70 Mile Beach mit 80 Sachen gen Norden zu nageln, was Jascha freundlicherweise uebernahm. Washouts ausgewichen und sonst froehlich den 160 Pferde in den 6 Zylindern die Sporen gegeben. Verbrauch im Schnitt: 30 Liter. Links und Rechs Dingos, die am Strand wild herumlaufen.
Einmal haben wir die Tiefe eines Washouts unterschaetz und standen nach einem kleinen Rumms bestimmt einen guten Meter tief im Salzwasser. Motor aus und Auspuff voll Wasser. Nachdem wir aber den Zuendschluessel beherzt gedreht und mit Kraft und einem Sprung aufs Gaspedal den Auspuff freigepustet hatten ging es weiter. Bevor wir die Insel verliessen, sahen wir noch einen der besagten Busse am Strand. Festgefahren und das ganze Touripack ohne Klimaanlage am Strand stehend und schwitzen.
Gaaanz langsam sind wir an dieses Schauspiel herangefahren, elektrische Fenster runter, und wie die Queen persoenlich winkend und Mitterlfinger erntend in Zeremoniegeschwindigkeit vorbeicruisend gen Faehre gefahren.
Obwohl wir dachten, dass unser betagter Mitsubishi, der danach seltsam Wackelte und ein Lenkspiel von gut 5 Fingern aufwies, hat er uns noch bis nach Sydney getragen wo wir ihn fuer 3200 Dollar verkauft haben.
Damit hat er seinen Zweck mehr als erfuellt gehabt.